Freitag, 11. Mai 2012

Nong Khai, ein Holzweg zum Gipfel und Pop Gan Mai Thailand


Nong Khai sollte eigentlich die letzte Station vor der Grenze zu Laos sein, bevor wir Thailand ueber die neue Freundschaftsbruecke verlassen. Der Plan steht auch noch. Wie sich aber bei Ankunft herausstellte, hat die Umgebung dieses kleinen Grenzortes am Mekong noch einige sehenswerte Dinge zu bieten, sodass wir das Visum bis zum letzten Tag ausschoepften. Nach derobligatorischen Stadtbesichtigung spazierten wir zum 'Sunken Chedi', einem in den Fluten des Mekong untergegangenen Tempels, den man wegen des wenigen Wassers nur zur Trockenzeit sehen kann. Entlang der Uferpromenade waren immer wieder diverse Fitnessgeraete aufgestellt, die sich alle der Funktionsueberpruefung von Mirko unterziehen mussten.
Am naechsten Tag machten wir uns mit dem Roller auf den Weg nach Siwilai im Osten. Die Strecke fuehrte zunaechst am Fluss entlang, vorbei an Reis- und Maisfeldern sowie Ananasplantagen bevor wir nach Sueden abbogen um nach rund 200 km einen besonders abenteuerlichen Tempelberg zu bestaunen (Mt. Popa, die Zweite ;-). Der sogenannte Wat Phu Tok ist ein Wallfahrtsort, an welchem man ueber
steile Treppen und Stege in luftiger Hoehe auf verschiedenen Ebenen den Felsen umlaufen kann. Nach sieben Runden hat man den Gipfel erreicht, dies entspricht der Anzahl der Stufen zur Erleuchtung im Buddhistischen Glauben. Der hier wirkende Moench und Erbauer des Wat Phu Tok starb ironischerweise bei einem Flugzeugabsturz und nicht beim Bau dieser wunderlichen Konstruktion. Ihm zu Ehren wurde ein 17 m hohes Denkmal am Fuss des Berges gestiftet. Es war jedenfalls sehr aufregend und uns das ein oder andere Mal nicht einerlei, der Holzkonstruktionen zu vertrauen, wenn unter den Fuessen die Holzbohlen knarrten. Es erforderte auf 
jeden Fall ein gewisses Mass an Schwindelfreiheit. Wege unserer spaeten Anreise waren wir fast allein auf dem Bergunterwegs und konnten bei untergehender Sonne eine fantastische Aussicht in die sonst flache umliegende Landschaft geniessen. Wir fuhren anschliessend in den nahegelegenen Ort, um nach einer Unterkunft zu fragen. Die angepeilte Homestayadresse hatte aber gerade keinen Schluessel und so fuhren wir bei Dunkelheit zurueck bis Siwilai, wo wir ein an der Strasse liegendes Motel aufsuchten. Am naechsten Morgen fuhren wir bei herrlichstem Sonnenschein wieder zurueck nach Nong Khai.
... das gegenueberliegende Laos ...
Wir besuchten anschliessend den Skulpturenpark in der naeheren Umgebung von Nong Khai. Hier hat sich ein Laotischer Kuenstler in vielfacher Ausfuehrung seiner Vision hingegegeben und eine grosse Anzahl religioes angehauchter Figuren erschaffen. Wie uns scheint unter anderem mit gewisser Ironie, weil einige seiner Exponate sehr schelmische Gesichtszuege haben; auch unter einer Ansammlung von Woelfen oder Hunden sitzt einer auf dem Moppet. Wir verabschiedeten uns am naechsten Tag vom sehr freundlichen Besitzer unserer Unterkunft, nachdem wir eine Weile ueber klassische Musik, Laos und andere interessante Dinge unterhalten hatten und machten uns auf den Weg zur Grenzueberschreitung. Thailand wird uns als sehr angenehm zu bereisendendes Land, gutes Essen sowie schoene Landschaften und gute Infrastruktur in Erinnerung bleiben. Wir sind gespannt, was uns auf der anderen Seite des Mekong erwartet; Auf Wiedersehen - Pop Gan Mai.

Bangkok und Ayutthaya, die Koenigsstadt von Siam

Nach einer sehr anstrengenden Taxifahrt aus den Bergen, konnten wir Sleeperkarten fuer den Zug erhaschen und erreichten am naechsten Morgen Bangkok. Wir entschieden nach dem Einchecken, uns wieder mal ins Reich der Schneider und Kleidermacher entfuehren zu lassen und so fuhren wir mit Abholservice in die Stadt, liessen unsere Abmasse nehmen und erhielten beim Warten auch noch ein Bier in die Hand gedrueckt. Das war schon sehr dekadent - aber cool. Wir wollten allerdings den Tag noch nutzen und liesen uns zum Koenigspalast chauffieren, den wir beim letzten Mal noch nicht besucht hatten. Dieser ist mit so viel  Prunk ausgestattet, dass einem die Ohren schlackern. Weibliche Besucher mussten uebrigens einen Knie bedeckenden Rock und Maenner eine lange Hose ueberziehen. In dieser Straeflingskluft ging es dann bei drueckender Hitze durch das bourgeoise Areal. Ecke hielt es zwischenzeitlich nicht aus und zog am heiligen Tempel die noch darunter behaltene kurze Hose aus, ein schoenes Schauspiel! Abends schlenderten wir ueber die Khao San Road (bekannt durch "The Beach"), in der es von Travellern, Backpackern und Partyvolk nur so wimmelte. Hier reihen sich ueberwiegend Guesthouses, T-Shirt- und Getraenkestaende sowie Bars und Massagesalons (wertungsfreie Aufzaehlung) aneinander.
Leider muessen wir uns auch schon am naechsten Tag von Ecke verabschieden, mit dem es eine Freude war, unterwegs zu sein. DANKE fuer deinen Besuch!

Unsere Weiterreise fuehrte uns nach Ayuthaya, noerdlich von Bangkok. 417 Jahre lang war es die Koenigsstadt des siamesischen Reiches, bis sie 1767 von birmanischen Truppen zerstoert wurde. Auf dem Hoehepunkt ihrer Macht zaehlte Ayutthaya 375 prunkvolle Tempel sowie unzaehlige Festungen und Tore auf einem riesigem Areal, dessen Ausmasse sich heute zwischen Wohnhaeusern, Feldern und Gaerten nur noch erahnen lassen. Nachdem wir gegen Mittag in Ayutthaya angekommen sind und wir eine Unterkunft gefunden hatten, liehen wir uns gegen Abend ein Fahrrad um die Gegend zu erkunden. Wir stoppten am Wat Mahathat, einem 1374 gegruendeten und mehrfach erweitertem Tempel, von diesem aber nur noch die Grundmauern erhalten sind, die seine urspruengliche Groesse erahnen lassen. In diesem Areal besonders huebsch anzusehen und wohl auch am bekanntesten ist der in einem Feigenbaum eingewachsene Buddhakopf. In Ayutthaya verweilten wir nur einen Tag und machten uns anschliessend per Zug auf den Weg nach Nong Khai im Nordosten, am Grenzuebergang nach Laos. 

Im kuehleren Gebirge - Reise nach Umphang


Da es in der Ebene uns irgendwann einfach zu heiss war, entschieden wir, die hoeheren Lagen in Richtung Myanmar anzupeilen. Nach dem Start gegen 11 Uhr hatten wir ueber Phitsanulok, Tak und Mae Sot eine sehr lange und anstrengende Reise nach Umphang vor uns. Der herausfordernste Teil war die Mitfahrt im Songthael, welches uns in die Berge brachte. Da ungefaehr 29 Personen befoerdert wurden und es Mirko sowieso immer schlecht wird, zog er es vor, wie einige andere maennliche
Mitfahrer, im Stehen hinten ans Gefaehrt gekrallt die kurvenreiche Fahrt bis an die Kotzgrenze (ein schmaler Grat!) zu bewaeltigen. Die Landschaft und das kuehlere Klima lohnten jedoch die Anstrengungen. Da uns nur wenig Zeit mit Ecke blieb, planten wir bei Ankunft (gegen 20 Uhr) eine Bootstour auf dem Mae Klong fuer den naechsten Tag. Wir paddelten an steilen Felswaenden und Hoehlen vorbei, gingen baden im Fluss und besuchten eine heisse Quelle. Zum Glueck hatten wir Schwimmwesten an, das Wasser war teilweise gefaehrlich knietief. Es war gemuetliches Mildwasserrafting :-) Bei einer Pause lernten wir die Fauna von ihrer besten Seite kennen und ein ca. 20 cm langer Centiped krabbelte an uns vorbei. Als wir dann sahen, dass er auch noch schwimmen kann, wurden weitere Abkuehlungen im Wasser auf den Nachmittag verschoben. Nach der Paddeltor hatten wir noch einigeKilometer Fussmarsch vor uns, die uns durch den Dschungel zu einem Campingplatz fuehrten. Dort bezogen wir unser Lager in einem Zelt. 
Am naechsten Morgen wanderten wir zum Ti Lo Su Wasserfall, der in mehreren Kaskaden 180 m in die Tiefe stuerzt. Einige der natuerlichen Becken luden zum Baden und verweilen ein, Ecke wagte auch den Sprung... Spaeter wanderten wir wieder zurueck und erreichten nach dem Besuch eines Bergdoerfchens relativ spaet das beschauliche Oertchen Umphang, welches im Grossen und Ganzen aus 4 Kreuzungen besteht und eine sehr ruhige Atmosphaere ausstrahlt. Wir waren zwar ziemlich breit und wollten anfaenglich zeitig schlafen gehen, doch einige Bier und Eckes Gitarrenspiel veranlassten kurzer- hand Julie aus den USA und Lars aus Daenemark sich zu uns zu gesellen. Es war ein sehr
schoener Abend, der uns bis 4:30 Uhr wachhielt. Nach einer kurzen Nacht und Sachen packen, merkten wir, wie schnell doch eine Woche vorbei sein kann und wir machten uns auf den anstrengenden Weg nach Bangkok.


Phitsanulok und Sukhothai

Nach unseren feuchtfroehlichen Abenteuern im Norden fuhren wir mit dem Bus ueber Chiang Rai und Chiang Mai nach Pitsanulok, einer kleineren Stadt an der Kreuzung nach Sukhothai. Hier treffen wir uns mit Ecke aus Deutschland. Wir empfangen ihn herzlich am Bahnhof, wo er mit Gitarre, Pilsner Urquell und hausschlachtener Wurst im Rucksack aus dem Zug steigt. Er brachte uns fuer eine anderthalbe Woche das ferne Deutschland wieder ein Stueck naeher. Zu Phitsanulok gibt es wenig zu sagen, viele passieren es nur auf der Durchreise. Die Stadt hat aber ein gewisses Flair mit einer sehr entspannten Atmosphaere, einen kleinen Nachtmarkt und diverse Optionen zur Massage, die sogleich von Ecke und Mirko ergriffen wurde. Wir verbrachten anschliessend einen sehr langen, gespraechsreichen Abend - es gab viel zu erzaehlen.
Nach dem mit Ecke begonnenen regelmaessigen Fruehsport, fuhren wir am naechsten Tag mit dem Bus
nach Sokhothai, der Hauptstadt des gleichnamigen Koenigreiches im 13. und 14. Jh. Seit 1991 gehoert diese Stadt zum Weltkulturerbe. Einst war sie sehr praechtig und stark mit Mauern und Waellen befestigt. Viele Tempelruinen und der alte Palast zeugen davon, doch nach dem Tod des Begruenders, Koenig Ramkhamhaeng zerfiel die Stadt neben dem aufstrebenden Ayutthaya. Es war zwar mit dem Rad recht anstrengend sich bei geschaetzten 750 Grad im historischen Park umzuschauen, doch ist die gepflegte Anlage in jedem Fall einen Besuch wert.

Sonntag, 6. Mai 2012

Mae Sai, Goldenes Dreieck und Chiang Saen



Auf dem Weg ueber Chiang Rai und weiter nach Norden mussten wir uns leider schon bezueglich der auf den Strassen wuetenden Wasserspritzer in Sicherheit bringen. Ab und an erwischt den hinteren Teil des offenen Busses eine volle Ladung Wasser und die Maedels machen gute Miene zum feuchten Spiel. Wir haetten draussen sicherlich unseren Spass gehabt, aber fuer uns faellt im wahrsten Sinne des Wortes das Fest ins Wasser. So mussten wir dem Treiben aus der Ferne zuschauen. Wir stiegen um und fuhren gen Mae Sai, dem Grenzort zu Myanmar. Da wir spaet ankommen, finden wir leider kein Taxi mehr und fangen an zu laufen. Ein Amerikaner spricht uns an und sein thailaendischer Freund faehrt uns ein Stueck mit einem
Riesenauto zum Guesthouse, sehr nette Geste! Wir checken ein und verbringen den groessten Teil des Tages im Zimmer oder auf dem Balkon - von hier aus koennen wirtrotzdem gut dem Treiben auf der Strasse zuschauen. Wir blieben einen Tag hier und starten dann zum goldenen Dreieck, der Grenzregion zwischen Thailand, Laos und Myanmar. Wir sehen erstmals den Mekong, der Thailand von Laos trennt und den wir nur aus dem Fernsehen sowie Buechern kennen. Hier stehen die groessten Opiumanbaugebiete der 
Welt, komisch, dass in allen drei 
Laendern Strafe auf Drogenkonsum steht ... Weiterhin gibt es hier wenig zu sehen, ausser einem grossen goldenem Buddha, ein Willkommensschild und touristischen Souvinierstaenden.
Irgendwie haben wir dass Gefuehl, dass wir langsam zu Mumien werden: Mirko verhebt sich an den schweren Rucksaecken, als es wieder mal schnell gehen muss. Dies hat weitere Bettlaegerigkeit zur Folge. Wir schaffen dennoch einen Besuch im Opium-Museum. Es ist sehr interessant und zeigt wieder mal, welchen Einfluss die USA auf die Weltpolitik haben/hatten. Der Rueckweg wird erschwert durch wegen des immer noch anhaltenden Festivals (eine Woche dauert das Spritzen nun und langsam reicht es) und rar gewordenen Songthaels (die Grossraumtaxis mit Pritschen hinten drin). Wir erhaschen einen Anhalter und liessen uns auf den billigen Raengen ordentlich einwaessern. In Chiang Saen, was im Warenangebot schon sehr durch China gepraegt ist, entdecken wir erstmals Insektensnacks. Mirko fehlt maennliche Unterstuetzung, um sich angespornt zu fuehlen, zuzugreifen. Aber wir erwarten schon sehnlichst Besuch aus Deutschland (Ecke).

Thailand die zweite, Chiang Mai - Rose des Nordens und ein Abstecher in die Bergwelt

Blick aus Tims "Residenz"
Als wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge das sehr beeindruckende Burma verlassen hatten erreichten wir wieder Bangkok. Wir verabredeten uns kurzer Hand wieder mit Tim, bei dem wir letztendlich 2 mal naechtigten. Wir hatten nach 4 Wochen viel zu erzaehlen und die im Duty Free gekaufte Flasche schrumpfte auch bis fast auf die Haelfte in wenigen Stunden. Tagsueber verbrachten wir viel Zeit damit, uns auf das bevorstehende Songkran Festival vorzubereiten. Hierbei wird traditionell der Hoehepunkt
derTrockenzeit zelebriert. Alle Menschen bespritzen sich auf offener Strasse mit Wasser aus Eimern oder mit Pumpguns und Spritzpistolen. Dementsprechend machten wir unsere Rucksaecke und weitere Utensilien wasserfest.
unerwarteter Platzregen
Weiterhin hatten wir eine Menge Bilder zu ordnen, Emails zu schreiben und ins Kino zu gehen.  Im Kino muss man allerdings zu Beginn des Films aufstehen zu Ehren seiner Majastaets, des Koenigs, sehr interessant.
Nach den sehr schoenen Tagen verabschiedeten wir uns und starteten nach Norden mit dem Zug. Auf dem Weg zum Zug fand uebrigens das gleiche wie im Kino statt - 18 Uhr stillstehen, jeder in seiner Bewegung eingefroren und ausharren, bis die Nationalhymne ausgeklungen ist. Es war ein Schlafzug, der keine Wuensche offen liess. Jeder hatte seine Koje mit frischer Bettwaesche in mit
Vorhang trennbaren Parzellen. Bis auf die unverhaeltnismaessige AC-Kaelte und ein paar Minuten Verspaetung ist am Zugfahren nichts auszusetzen. Am naechsten Morgen erreichten wir Ching Mai, das kulturelles Zentrum Thailands. Also machten wir uns auf Erkundungstour durch die Stadt und entdeckten zahlreiche Tempel, Pagoden und Skulpturen, die diese Aussage bestaetigen. Es war sehr schoen und sehenswert, allerdings muessen wir zugeben, dass wir durch Myanmar bezueglich Kultur ein wenig verwoehnt waren. Das dass Wasserfestival genau richtig kommt, brauchen wir nicht zu erwaehnen. Taeglich druecken rund 35 Grad auf den Kopf, was Erkundungen ein wenig erschwert. Wir wunderten uns, das unsere wachsartigen Freunde im Madame Tussauds im Tempel noch nicht weggeschmolzen sind. 

In grosser Vorfreude auf die Erkundung der bergigen Umgebung und interessanter Bergvoelker liehen wir uns eine Enduro. Doch wir sollten diesmal Pech haben und kamen 5 Minuten nach Ausleihen zum Sturz. Im ohnehin anstrengenden Linksverkehr wurde uns beim Eingliedern auf eigener Spur durch einen Pickup auf Abwegen derbenoetigte Raum genommen. Beim korrigierenden Abwinkeln des Gefaehrtes rechnete Kraft- und Kradfahrer Mirko nicht mit dem zu breiten Angststreifen am Kautschuk-Pneu und wir schlitterten mit zum Glueck geringer Geschwindigkeit auf dem Asphalt. Schrammen an Knoecheln, Knieen, Handgelenken sowie Ellbogen und Schultern waren die Folge, welche uns fuer grosse Aktivitaet und vor allem das Wasserfestival der folgenden Tage sperrten - SCHEISSE! Mit Verzweiflungs- und Schmerztraenen in den Augen (der Pickup fuhr einfach weiter und auch sonst hielt niemand an) eierten wir zum Hotel zum Wunden lecken.
Spuren der Brandrodung
Furt durch Fluss, weckt Lust auf mehr...
Am folgenden Tag unternahm Mirko einen kurzen Abstecher in die Bergwelt um den Doi Inthanon ueber Pai und Mae Hong Son, was am Ende des anderthalben Tages 600 km ausmachte. Es war eine klasse Moppetstrecke, erklaerte er stolz - man will einfach nur fahren. Und in der Tat, die Asphaltstrecke ist tiptop und jedem Biker zu empfehlen. Einzige Huerde waren die in den Doerfern beginnenden Kinder, die einem eimerweise Wasser ueber den Latz gossen. Bei 30 km pro Stunde schon problematisch, Spur zu halten.
Ein Besuch bei den Langhalsfrauen sollte den Abschluss der kurzen Tour bilden, die eigentlich zu zweit geplant war. Die Langhalsfrauen verlaengern augenscheinlich ihren Hals mit Messingringen, tatsaechlich wuerden aber die Schultern nach unter gedrueckt. Fakt ist, dass viele dieser unbequemen Tradition des aus Burma umgesiedelten Volksstammes abschworen und die Ringe ablegten. Ein warscheinlich nur noch fuer Touristen erhaltenes Dorf schaute sich Mirko an. Es hinterliess zwiespaeltige Gefuehle.
Wieder in Chiang Mai suchten wir mal einen Arzt auf, um uns ueber die Wunden eine Fachmeinung einzuholen und sie vor allem nochmals desinfizieren zu lassen. Somit erhaschten wir einen Einblick ins Gesundheitssytem, welches hier super funktioniert. Umgehend wurden wir behandelt und erhielten sogar Antibiotika gegen Infektionen. Wir verbringen noch einen Tag in der Unterkunft in Chiang Mai, bevor wir nach Norden starten.
Wir ihr seht, traegt Mirko wieder Bart. Auf Raten von Gerd wird Mirko ihn bis wir in China sind wachsen lassen (wenn er es denn so lang mit den Flusen im Gesicht aushaelt). Na wir sind gespannt, welche Vorteile und Verguenstigungen dabei herausspringen.