Posts mit dem Label 02 Nepal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 02 Nepal werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 7. Februar 2012

Mountain Flight

Zurueck in Kathmandu hiess es dann - vorbereiten auf den Mountain Flight!. Schliesslich wollten wir den Everest und seine Freunde doch etwas naeher betrachten. Am Flughafen trafen wir noch einmal Chris, unseren Guide von der Trekkingtour, der schon wieder mit den naechsten Trekkern auf dem Weg zum Everest Base Camp war. Aus dem Flugzeug konnte man die gesamte Himalaya-Kette im Norden Nepals bis zum Annapurnamassiv sehen, das war schon beeindruckend! Ausserdem flogen wir erstmals mit einer Propellermaschine.
Bildmitte l: Mount Everest (8848 m), r: Lhotse (8516 m)
 
Die letzten Tage in Kathmandu verbrachten wir mit Packen und mal eben einen massgeschneiderten Anzug fuer Mirko und ein Kleid fuer Constanze anfertigen zu lassen. Dann wurde es Zeit sich von Nepal zu verabschieden...und ab ging es nach Malaysia.

Nagarkot - Panauti - Dhulikhel

Mit dem Bus ging es von Bhaktapur nach Nagarkot. Als Fortbewegungsmittel ist der oeffentliche Bus nicht nur guenstig bis billig - nein, man kommt auch der einheimischen Bevoelkerung ein Stueckchen naeher. Im Bus wird auch jeder kleinste Quadratzentimeter ausgenutzt.
Konnte man einen Sitzplatz ergattert, hat man noch vor der Busabfahrt ein nepalesisches Kind auf dem Schoss sitzen. Da die Mutter waehrend der Fahrt wie eine Anemone im Wind im Bus steht, hat man ein paar Minuten spaeter die Mutter samt Kind auf den Knieen ... von den unterschiedlichsten Geruechen in der Nase ganz abgesehen. Die Sitze sind natuerlich nicht fuer Europaerer ausgelegt, schon gar nicht, wenn man mit Gepaeck unterwegs ist und es eben nicht auf das Busdach schnallen lassen moechte. So kamen wir nun nach ca. 2 Stunden recht zerknittet in Nagarkot an.
Nagarkot liegt so hoch, dass dieser hotelbesudelte Ort einen sehr guten Blick auf die rundumliegenden Berge bietet. Nach der Busfahrt schloss sich eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt mit Hochstand an, bei der wir auf eigene Faust die Umgebung erkundeten. Mit ein bisschen Fantasie war der Mount Everest zu erkennen.

Im Anschluss wanderten wir wieder ins Tal nach Nala und Banepa, von wo aus wir den Bus nach Panauti nahmen, ein sehr ueberschaubares Doerfchen. In einer lokalen Kneipe gab es wieder sehr gute Momos und wir konnten dieser Kleinen beim Huehner jagen zuschauen.

Blick auf Panauti mit seinen Pagoden

Die Wanderung verschlug uns am naechsten Tag weiter nach Dhulikhel. Zum Glueck hatten wir einen nicht so engen Zeitplan, Kathmandu zu erreichen, denn heute waren wieder ueber ganz Nepal Streiks angesagt. D fuhr kein Bus. Mit dem Wetter hatten wir ebenfalls echtes Glueck, so konnten wir vom hoechsten Punkt dieses Oertchens einen ein- wandfreien Panoramablick geniessen. Langsam werden auch die Felder wieder bestellt. Hier ein paar Kinder, die ihrem Vater dabei halfen.


Auf dem Weg zum Bus statteten wir dieser uebergrossen Buddhastatue noch einen Besuch ab. Alle besuchten Orte sind im Zentrum im typisch newarischen Backsteinstil mit geschnitzten Holzfenstern erbaut. Viele der historischen Gebaeude haben allerdings beim schweren Erdbeben von 1936 stark gelitten und sind bis heute nicht wieder instand gesetzt. Zu Nepal ist noch zu erwaehnen, das der Grossteil der Energie durch Wasserkraftwerke erzeugt wird. In der Nebensaison fliesst recht duerftig Wasser in den Fluessen und somit stehen fuer den gesamten Tag auch nur 13 Stunden Strom zur Verfuegung. In dieser Zeit wird der Strom auf verschiedene Stadtgebiete aufgeteilt und es gibt einen Stromzeitplan.

Dienstag, 31. Januar 2012

Bhaktapur

Taumadhi Square mit Nepals
groesster Pagode (5-stoeckig und mit
perfektesten Proportionen)
Duttatraya Square
Eine sehr sehenswerte Stadt im Kathmandutal ist Bhaktapur. Bhaktapur, Unesco-Weltkulturerbe, haben wir nach einer Stunde Busfahrt von Kathmandu aus erreicht. Nachdem wir ca. 11 EUR pro Person Eintritt in die Stadt geloehnt haben, durften wir nun endlich auch in den Stadtkern. Bhaktapur hat drei grosse Markplaetze, den Durbar Square, den Taumadhi Square und den Duttatraya Square, die mit Tempeln, Pagoden und dem Koenigspalast mit goldenem Tor glaenzen. Aber eigentlich zeichnet sich diese Stadt dadurch aus, dass sie sich als kompaktes, rotes Ziegelsteingebilde (Haeuser sowie auch die Strassen) erhebt.  Noch viel entspannter als in der Hauptstadt herrscht in Bhaktapur in den gepflasterten Strassen und engen Gassen eine entsprechende mittelalterliche Atmosphaere. Frauen waschen ihr Waesche an oeffentlichen Wasserhaehnen. Die Maenner in traditioneller Kleidung sitzen in den vielen mit Holzdielen ausgelegten ueberdachten Loggien herum oder treffen sich dort um am Abend gemeinsam zu musizieren (grauenhafter Sinn fuer Harmonie und Rythmik, klingt wie eine Mischung aus Free Jazz und Katzenjammer (Chor)). Von einer der vielen Dachterassen blieb uns auch nicht der Blick auf die Berge (Langtangruppe) verwehrt.

In Bhaktapur kann man auch ein grosses Meisterwerk der nepalesischen Holzschnittkunst, das Pfauenfenster, in einer engen dunklen Gasse bestaunen.  Hiervon findet man ueber das ganze Land groessere oder kleinere Reproduktionen.
Die Holzschnitzereien sowie die Ziegelsteinbauweise sind kennzeichnende Merkmale der newarischen Staedtebauer. Ein weiteres sehenswertes Stadtviertel ist der Toepferplatz. Hier kann man den Toepfern ueber die Schulter schauen, die ihre alten Arbeitsmethoden, wie einer handbetriebenen Toepferscheibe beibehalten haben. 


Hier noch weitere Impressionen aus Bhaktapur:

Dubar Square
Goldenes Tor
Newar

Sonntag, 29. Januar 2012

Boudha

Nordoestlich von Kathmandu erreicht man den grossen Stupa von Boudha. Dieser Stupa gehoert zu den weltweit groessten Bauwerken seiner Art und gilt als wichtigster tibetischer Stupa ausserhalb Tibets und stellt die zentrale Pilgerstaette aller Exiltibeter in Nepal dar. Besonders beeindruckend waren die verschiedensten Pilger, die ihre Kora verrichten, indem sie den Tempel mit bzw. ohne ihre Gebetsmuehlen in der Hand umschreiten oder sich gar zu Boden werfen. Das Alter der Stupa wird auf das 5. Jhrd. n. Chr. geschaetzt. Den Stupa kann man nur umrunden bzw. bis zum ersten Sockel hinaufsteigen. Hineingehen kann man nicht. Wie auch bei dem Stupa von Swayambhu sind hier in allen vier Himmelsrichtungen die blauen Augen Buddhas aufgemalt und darueber fuehren die dreizehn goldenen Stufen ins Nirvana. Der Stupa ist seit Jahrhunderten versiegelt, er soll aber heilige Reliquien (Koerperteile des Buddhas und Gegenstaende) enthalten, die auch von niemandem bezweifelt werden und er daher so bedeutend und verehrenswuerdig fuer die Glaeubigen ist. Wir verbrachten dort mehrere Stunden, weil es so viel zu schauen gab. So unterschiedliche Menschen in ihrer traditioneller Kleidung. Kurz nach Mittag machten wir uns auf ein nahegelegenes Kloster zu besuchen. Es war leider geschlossen, so kehrten wir zurueck zu dem Stupa. Und siehe da, die gleichen Muttels liefen ihre Runden bis in die spaeten Abendstuenden. Da steckt Glaube dahinter!